Warum verwenden wir Honig aus Rumänien?

Eine uns häufig gestellte Frage ist tatsächlich, weshalb unser Honig aus Rumänien und nicht aus Deutschland kommt. Fair! Warum unterstützt ein junges Startup, wie wir, nicht die deutsche Imkerkultur, obwohl uns Themen wie Nachhaltigkeit sehr wichtig sind?

Wir wollen heute reinen Tisch machen und euch alle Themen aufzeigen, die uns während des Entscheidungsprozesses begleitet haben und die schlussendlich auch für unsere Entscheidung ausschlaggebend waren.

Was ihr denkt, warum wir rumänischen Honig verwenden:

MARGE! GEWINNE! BILLIG!

Was wirklich dahinter steckt:

Honig aus EU- und Nicht-EU-Ländern? Kein Misch-Masch bei uns!

Wusstest du, dass der handelsübliche Honig meistens einen bunten Strauß an unterschiedlichen Herkunftsländern vorweist? Wo dein Honig aus dem Handel wirklich herkommt, ist meistens nur schwer identifizierbar. Die Tagesschau hat vor kurzem einen sehr spannenden Artikel zu genau diesem Thema veröffentlicht. Die Europäische Union lässt den Produzenten bei den Angaben der Ursprungsländer momentan sehr viel Spielraum. Wir sehen das jedoch anders! Wir möchten, dass ihr ganz genau wisst, wo unser Honig herkommt. Grundsätzlich könnt ihr euch sicher sein: Misch-Masch

Unsere Partner-Imkereien:

Unsere Partner-Imkereien arbeiten nach den Grundsätzen der ökologischen Bienenhaltung nach den Richtlinien der EU-Bioverordnung. Das ist für uns eine absolute Voraussetzung für eine langfristige Partnerschaft. Im Gegenzug werden sie selbstverständlich fair von uns bezahlt.
Wusstest du, dass die Imkerei in Rumänien eine lange Tradition hat? Durch die Bestäubung der Bienen trägt sie einen großen Teil zu einer intakten Natur bei. Der Beruf des Imkers ist in Rumänien ein sehr traditioneller und weit verbreiteter Beruf, daher haben Imker vor Ort auch eine sehr hohe Expertise in dem honigsüßen Business

Wir sehen uns persönlich als EU-Bürger und finden es deshalb richtig, dass ein Teil unserer Wertschöpfung mit fairer Bezahlung in Rumänien, einem EU-Mitgliedsland, stattfindet. Um das noch mehr zu veranschaulichen - jedes Land hat seine eigene Spezialisierung und demnach “Exportschlager”: In Deutschland sind es die Autos, Spanien das Obst und Gemüse, in den Niederlanden Blumen, in Frankreich und Italien der Wein - und in Rumänien ist es eben der Honig.

Deutsche Imkereien allein können die Nachfrage nicht decken

Kaum zu glauben: Wir sind ein ganz schön verrücktes Honigland! Allein in Deutschland werden rund 95.000 Tonnen Honig im Jahr gegessen. Hier gibt es nur ein wirklich großes Problem: Aktuell werde nur rund ⅓ dieser Menge auch in Deutschland produziert. Die Nachfrage ist größer als das Angebot, was bedeutet, dass ein großer Teil des Honigs aus anderen Ländern importiert werden muss, um die Nachfrage zu decken.

Vorreiter der Import-Länder: Argentinien, China und Mexiko. Alles Länder, die ziemlich weit weg sind und damit ziemlich weite Transportwege entstehen. Das kam für uns nicht in Frage.
Produzieren wir aktuell so viele Gläser, dass die verfügbaren Honigmengen in Deutschland nicht ausreichen? Nein. Wir müssen zugeben, dass für unsere aktuell geringen Mengen der Honig in Deutschland zu finden wäre. Jedoch kommen hier zwei relevante Aspekte ins Spiel: zum einen die Eigenschaften des Honigs. Zum Anderen möchten wir langfristige, partnerschaftliche Beziehungen zu den Imkereien aufbauen. Bei dem Wachstum, den wir zukünftig anstreben, müssen wir früher oder später auf eine große Imkerei zurückgreifen. Daher arbeiten wir lieber gleich mit einer Imkerei zusammen, die auch größere Kapazitäten stemmen kann. Denn wir wollen nicht nur euch eine gleichbleibende Qualität bieten, sondern vor allem auchum ein gegenseitiges Vertrauen der Partner-Imkereien aufzubauen, was im Endeffekt wieder auf den Aspekt der Transparenz einzahlt.

Honig = Kompliziert hoch 10!!!

Honig ist tatsächlich ein ziemlich kompliziertes Produkt. Ein Honig von demselben Bienenvolk kann innerhalb von zwei Ernten komplett unterschiedliche Eigenschaften besitzen. Je nach Wetterverhältnissen und anderen Umwelteinflüssen kann z.B. die Farbe, Konsistenz und der Geschmack ganz unterschiedlich ausfallen und sich verändern.

Für uns war der Prozess, einen perfekten Honig zu finden, ziemlich kompliziert, langwierig und schwierig. In Deutschland konnten wir leider nicht die Qualität finden, die wir benötigen (was nicht bedeutet, dass die Qualität schlecht ist, nur für unser Endprodukt nicht passend). Die Qualitätsunterschiede haben insbesondere mit der Art der Blütenauswahl zutun: So gibt es zum Beispiel in Deutschland viel Raps, in Rumänien hingegen viel Sonnenblume, was erhebliche Einflüsse auf die Eigenschaften des Honigs und deren Mischbarkeit mit unseren weiteren Zutaten, wie Kakao, Ingwer, Himbeere und co. hat. 

Die Natur spielt eine wichtige Rolle

In Rumänien herrscht im Frühling und Sommer ein besonders warmes und freundliches Klima. Das sind tolle Bedingungen für eine bunte und vielfältige Blumenwelt, wie zum Beispiel für die Sonnenblume. Sie findet hier ideale Anbaubedingungen und ihre Blütenwelt kann sich prächtig entwickeln. Für Bienen ist das nahezu ein Paradies. Dieses Paradies können wir in Deutschland leider nur teilweise bieten, was zu einer limitierteren Blumenvielfalt für die Bienen führt. 
Dazu ist Rumänien ein relativ gering besiedeltes Land mit viel Natur, Wiesen und Wäldern, die zu einem großen Teil nicht konventionell bewirtschaftet wird. Eine konventionelle Bewirtschaftung würde bedeuten, dass es sehr sehr häufig nicht bio ist und mit Pestiziden gedüngt wird. Für unsere Honigkombinationen möchten wir unbedingt eine Honigbasis verwenden, die biologisch ist. Voraussetzung hierfür ist es, dass die Bienen ihre Pollen von nicht konventionell bewirtschafteten Feldern sammeln können - auch hier bietet Rumänien also Spitzenbedingungen! 

Noch Fragen? 

Wir hoffen, dass wir euch das Thema Herkunftsland etwas näher bringen und für dich nachvollziehbar darstellen konnten. Solltest du weitere Fragen haben, dann melde dich herzlich gern bei uns. 

 

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