Warum Honig aus Rumänien?

Eine uns häufig gestellte Frage ist tatsächlich, weshalb unser Honig aus Rumänien und nicht aus Deutschland kommt. Fair! Warum unterstützt ein junges Startup, wie wir, nicht die deutsche Imkerkultur, obwohl uns Themen wie Nachhaltigkeit sehr wichtig sind?

Wir wollen heute reinen Tisch machen und euch alle Themen aufzeigen, die uns während des Entscheidungsprozesses begleitet haben und die schlussendlich auch für unsere Entscheidung ausschlaggebend waren.

Was ihr denkt, warum wir rumänischen Honig verwenden:
MARGE! GEWINNE! BILLIG!

Was wirklich dahinter steckt:

Honig aus EU- und Nicht-EU-Ländern? Kein Misch-Masch bei uns!

Wir wollen kein Misch-Masch und mischen nicht den Honig aus Unterschiedlichen Ländern zu einer Suppe zusammen. Besser für dich, denn du hast 100% Transparenz darüber, woher dein Honig kommt. Damit können wir sogar Transportwege und demnach CO2 sparen. Unser Honig wird gesammelt aus Rumänien direkt zu uns in die Produktion in Niedersachsen geliefert und muss nicht einen laaaaaangen Weg aus Mexiko, Ungarn, Ukraine und Argentinien summiert zurücklegen.

 

Imkereien:

Unsere Partner-Imkereien arbeiten nach den Grundsätzen der ökologischen Bienenhaltung nach den Richtlinien der EU-Bioverordnung. Dazu werden Sie fair von uns bezahlt.
In Rumänen hat die Imkerei eine lange Tradition und trägt durch die Bestäubung der Bienen zu einer intakten Natur bei. Der Beruf des Imkers ist in Rumänien ein weit verbreiteter Beruf, weshalb die Imker vor Ort auch eine sehr hohe Expertise in diesem Bereich haben.
Wir sehen uns persönlich als EU-Bürger und finden es deshalb richtig, dass ein Teil unserer Wertschöpfung mit fairer Bezahlung in Rumänien, einem EU-Mitgliedsland, stattfindet. Um das noch mehr zu veranschaulichen - jedes Land hat seine eigene Spezialisierung und demnach “Exportschlager”: In Deutschland sind es die Autos, Spanien das Obst und Gemüse, in den Niederlanden Blumen oder in Frankreich und Italien der Wein.

 

Nachfrage > Angebot

In Deutschland werden rund 95.000 Tonnen Honig im Jahr gegessen. Allerdings werden aktuell nur rund ⅓ dieser Menge auch in Deutschland produziert, was bedeutet, dass ein großer Teil des Honigs aus anderen Ländern importiert werden muss, um die Nachfrage zu decken. Vorreiter der Import-Länder: Argentinien, China und Mexiko. Alles Länder, die ziemlich weit weg sind. Das kam für uns nicht in Frage.
Nun müssen wir zugeben, dass für unsere aktuell geringen Mengen der Honing in Deutschland zu finden wäre, aber hier kommen wir unter anderem wieder zum Thema Eigenschaften des Honigs. Außerdem wollen wir direkt zu Beginn langfristige Beziehungen zu den Partner-Imkereien aufbauen, nicht nur, um eine gleichbleibende Qualität für euch zu bieten, sondern vor allem um ein gegenseitiges Vertrauen der Partner-Imkereien aufzubauen, was im Endeffekt eine größerer Transparenz für euch bedeutet. 

 

Honig = Kompliziert hoch 10!!!

Honig ist tatsächlich ein ziemlich kompliziertes Produkt. Ein Honig von demselben Bienenvolk kann innerhalb von zwei Ernten komplett unterschiedliche Eigenschaften besitzen und z.B. Farbe, Konsistenz und Geschmack können sich verändern. Für uns war der Prozess, einen perfekten Honig zu finden, ziemlich kompliziert, langwierig und schwierig. In Deutschland konnten wir leider nicht die Qualität finden, die wir benötigen (was nicht bedeutet, dass die Qualität schlecht ist, nur für unser Endprodukt nicht passend). Die Qualitätsunterschiede haben insbesondere mit der Art der Blütenauswahl zutun: So gibt es zum Beispiel in Deutschland viel Raps, in Rumänien hingegen viel Sonnenblume, was erhebliche Einflüsse auf die Eigenschaften des Honigs hat.

 

Natur-Aspekte

In Rumänien herrscht im Frühling und Sommer ein besonders warmes Klima. Das sind tolle Bedingungen für die Blumenwelt, wie zum Beispiel für die Sonnenblume. Sie findet hier ideale Anbaubedingungen und die Blütenwelt kann sich prächtig entwickeln. Gefundenes Fressen für die Bienenwelt!
Rumänien ist dazu ein relativ gering besiedeltes Land mit viel Natur, die zu einem großen Teil nicht konventionell bewirtschaftet (konventionell = nicht bio, Pestizide!) wird.

 

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen